London Calling?

Sarah • am 22.02.2013 • 2 KommentareShare
London Calling! Bei meinem dritten und letzten London-Kurztrip im Sommer letzten Jahres konnte ich mich endlich mal entspannen. Diese 3 Tage wollten nur dazu da sein, um die Stadt wirklich kennenzulernen. Und dabei entdeckten drei Berliner Mädels diese Stadt ganz neu. Als Feinschmecker-Paradies, als Shopping-Hölle, als Streichelzoo, als Natur-Idyll, als Klein-Venedig, als Vintage-Mekka, als tolle Stadt. Hier ein paar Tipps für alle unter euch, die London callen hören, aber genug haben von Big Ben, Madame Tussaud’s und Harrod’s.

Und da der Visit Britain Shop gerade eine Blogger Competition ausschreibt, bei der man seine Lieblingsspots zusammentragen soll, reiche ich meinen kleinen London-Guide gleich mal dafür ein. Drückt mir die Daumen, denn es gibt £500 zu gewinnen! :)

The Sherlock Holmes Museum



…liegt in direkter Nachbarschaft zum Regent's Park und Madame Tussaud’s. Das kleine, schmale Häuschen in der Baker Street lädt ein, das häusliche Dasein des Detektivs Sherlock Holmes, wie er es vermeintlich gelebt haben könnte, zu erkunden. Auch wer kein Fan der diversen Romane, Filme oder Serien ist, kommt auf seine Kosten. Denn hier kann man sehen, wie man damals so gewohnt hat, Ende des 19. Jahrhunderts – und wo Sherlock nachgedacht, geschrieben, geschlafen und sein Geschäft verrichtet haben könnte.

Lohnt sich definitiv, trotz des stolzen Eintrittspreises von £6 (umgerechnet ca. 7,40 Euro). Dafür kann man es sich auch mit Mütze, Pfeife und Lupe vor Sherlocks Kamin gemütlich machen. Wem der Eintritt zu hoch ist, sollte wenigstens einen Blick in den Museumsshop werfen – Sherlock Holmes-Devotionalien und Merchandising türmen sich hier. Hier findet man definitiv einfallsreichere Mitbringsel als in jedem 0815 Souvenir-Lädchen.

The Sherlock Holmes Museum, 221b Baker Street, London


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Regent’s Park


…ist gleich nebenan und bietet mit seinem See, weiten Wiesen, Spielplätzen und Wegen einen tollen Erholungsort im Getümmel der Stadt. Sein Sandwich sollte man aber nur hier verputzen, wenn man mutig ist oder möglichst erhöht sitzt oder steht. Denn Wildgänse, Enten, Schwäne, Tauben und Eichhörnchen tummeln sich hier wie im Streichelzoo und sind sofort zur Stelle, wenn sie was zu futtern wittern. Hier habe ich auch zum ersten Mal in meinem Leben ein rotes Eichhörnchen bis auf 1 Meter an mich rankommen sehen. Süß – aber auch freaky irgendwie!




Notting Hill



Definitiv ein Ort, an dem man gerne wohnen möchte. Selbst wer nicht den berühmtesten aller Hugh-Grant-Schmonzetten-Filme kennt, ist dem Charme dieser Ecke im Westen Londons erlegen. Weiße Fassaden, herausgeputzte Vorgärten (von gepflegtem englischem Rasen bis absichtlich wild verwuchert), große Fenster, durch die man einen Blick in die mit Designermöbeln ausgestatteten Räume erhaschen kann. Hier kann man gerne einen ganzen Tag verbringen, still von Ruhm und Reichtum träumen, in Cafés wie Tom’s Deli (dem aktuellen In-Lokal in der Gegend) Macarons und Cupcakes mampfen, sich auf der Portobello Road dem Markttreiben hingeben oder in der ruhigeren Straße Westbourne Grove durch die putzig-minimalistischen Designer-Boutiquen schlendern.

Shoppingtipp: Whistles


Besonders lange hängen blieben wir in Whistles, einem britischen Label, das sehr an den farbigen Minimalismus von COS erinnert. Der Laden kam jedoch viel kleiner und noch zurückhaltender daher. Wirklich tolle Schnitte und faszinierende Farben! Wie ich jetzt herausfand, gibt es Whistles über zehn Mal in London. In Deutschland gibt es ihn leider noch nicht, doch man kann die Sachen auch online shoppen und im Outlet Schnäppchen ergattern.

Whistles, 185 Westbourne Grove, London


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Design Museum London




Ein Traum für Liebhaber von schönen und/oder funktionalen Dingen ist das Design Museum London. Obwohl es direkt an der Themse und unweit der Tower Bridge liegt, ist es eher ein versteckteres Museum, bei dem man keine Schlangen fürchten muss. Es ist zwar nicht umsonst, wie viele der Londoner Museen, dafür bietet es dem Besucher ständig wechselnde Ausstellungen zu aktuellem Design aus London und der ganzen Welt. 2003 (damals noch mit meinen Eltern) sah ich hier die traumhafte Manolo Blahnik-Ausstellung, die ich als großer (ja, das bin ich – zu meiner Schande – eigentlich immer noch) „Sex and the City“-Fan nicht verpassen durfte.

Es war wie Schicksal, als ich kurz vor der Reise las, dass es aktuell eine Christian Louboutin-Ausstellung gibt. Wir 3 Mädels zögerten da natürlich nicht lange! Und es war eine grandios-geniale Schau, mit Schuhen aus 20 Jahren Schaffenszeit, einem Karussell, einem täuschend echten Dita van Teese-Hologramm, Louboutins nachgebautem Atelier uvm. Leider endete die Schau schon am 9. Juli 2012. Doch hier gibt es noch ein paar Eindrücke mit dem Maître persönlich.

Design Museum, 28 Shad Thames
Eintritt: 11/7 £


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Little Venice



Ein Idyll in der Asphaltwüste, ein Ort zum spazieren, zum beobachten… Little Venice ist eine Hausboot-Siedlung entlang des Canals im Norden Londons. Unser Ausgangspunkt war die Paddington Station (von der übrigens der kleine Paddington Bear wirklich seinen Namen erhalten hat). Von dort aus liefen wir westlich zu einer kleinen Kanal-Dreieckskreuzung, die man unten auf der Karte sieht. Schon vorher reiht sich ein Hausboot an das andere. Einige sind Restaurants und können gemietet werden, doch die meisten werden von echten Menschen bewohnt und haben mit ihren dunklen Farbtönen, Holzfassaden und Malereien ein typisches Aussehen.

An der Kreuzung läuft man entweder weiter westlich, dort folgen weitere unendlich viele Hausboote. Oder man biegt rechts ab (über den Kanal führt eine kleine Brücke) und folgt dem Kanal bis zum Regent’s Park und Primrose Hill. Doch ab einem Kilometer wird der Fußweg am Kanal zum Privatweg und man muss auf den Bürgersteig wechseln. Dennoch ist die Aussicht auf die putzigen Boote weiterhin gut, sie haben an dieser Stelle richtige kleine Vorgärten, in denen man sich am liebsten mit einem guten Buch und einer Tasse Tee niederlassen möchten.

Irgendwann verschwindet der Kanal unter der Erde (Höhe Edgware Road). Folgt man der Straße weiter – nicht verwirren lassen von der ruhigen Wohnsiedlung – kann man ihn jedoch wiederfinden. Hier ist der Spazierweg allerdings umzäunt und nur bis 18 Uhr begehbar. Für uns war es leider zu spät. Wir konnten noch ein Weilchen dem Kanal auf einem Fußweg daneben folgen, doch bald ging es nicht mehr weiter und wir mussten den Spaziergang abbrechen. Doch schon am nächsten Tag zog es uns wieder zum Canal – dieses Mal weiter oben, in Camden, und starteten eine erneute Little Venice Tour, beginnend von der anderen Seite (Camden Road). Unser Ziel: Primrose Hill.

Zu faul zum Laufen? Man kann die ganze Tour natürlich auch ganz bequem mit dem London Waterbus machen.


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Primrose Hill



Von unten ein unscheinbarer Hügel am Rande des Regent’s Park, von oben eine atemberaubende Aussicht! Hier brauche ich nicht viel zu erklären. Das Bild spricht für sich. Diese Aussicht haben wir uns für den letzten Tag aufgehoben, vorher noch Cider gekauft und einfach nur genossen…


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Have Fun in London!

DIE NARBE – Der Berliner Mauer auf der Spur

Sarah • am 08.02.2013 • keine KommentareShare
Seit kurzem schreibe ich auch für den Blog der Arthouse-VoD-Plattform realeyz.tv. Dort berichten Autoren aus verschiedenen Ländern über Indie-Filme, Dokus und Filme aller Genres, die man sich auch auf realeyz.tv ansehen kann. Neuheiten, wie die Woody Allen-Doku sind hier genauso zu finden wie alte und neue Werke gänzlich unbekannter Regisseure. Für einen kleinen monatlichen Obolus lassen sich alle Filme unbegrenzt streamen. Es gibt aber auch kostenlose Videos. Hier meine letzte Empfehlung für einen Film, der zwar auf den ersten Blick minimalistisch wirkt, mich aber dennoch sehr berührte:


Vor fast genau drei Jahren realisierte der Künstler Burkhard von Harder einen Film, der nicht wirklich spannend ist, aber dennoch fesselt. Er nannte ihn DIE NARBE und widmete ihn einer 156 Kilometer langen Mauer, die zwar heute nicht mehr steht, aber noch immer vorhanden ist: der Berliner Mauer. hier weiterlesen...

Faschingsinspiration: Black Swan

Sarah • am 25.01.2013 • keine KommentareShare
Fasching steht vor der Tür und ja, viele (auch ich) sind Faschingsmuffel. Das liegt bei mir aber nicht am Verkleiden – ich liebe das! – sondern an diesem Schunkel-Image, das dem lustigen Fest doch sehr anhaftet. Denk ich nur an die semi-lustigen Karnevalsveranstaltungen, die im TV übertragen werden inkl. Dauerbrenner-Hits wie „Mer losse d'r Dom in Kölle“ wird's mir ganz anders. Und eine wirklich coole Faschingsparty in Berlin aufzutreiben, könnte eine Lebensaufgabe werden. Deshalb bin ich eher ein Fan von Motto-Partys :)

Steht erstmal die Location fest, muss nur noch ein originelles Kostüm her. Vampir, Katze, Hexe? Neee...alles lahm. Richtig ausgefallen fände ich es, als Black Swan zu gehen. 2011 war Natalie Portman als sterbender Schwan ja in allen Kanälen zu sehen. Auf den Laufstegen sorgte der Trend auch für Aufsehen und im Netz gibt es jede Menge Tutorials, wie man möglichst kreativ zum schwarzen Schwan mutiert.


Kostüm

Natürlich der wichtigste Teil. Richtige Ballett-Tutus und Spitzenschuhe gibt es zum Beispiel im Online-Shop Move Dancewear. Aber auch bei Amazon kann man sich schicke Kostüme besorgen.

Make-up


Gefühlt 1 Million Make-up-Tutorials zu „Black Swan“ finden sich bei Youtube. Am dichtesten an das Original kommen allerdings die Videos der Beauty-Bloggerinnen Michelle Phan und Carro.



Wer richtig gut drauf ist, kann sich natürlich noch blutrote Kontaktlinsen besorgen, wie diese hier.

Die Haare

Obligatorisch ist natürlich der klassische Dutt. Hier gibt es eine nette Anleitung zum Styling.

Das Krönchen

Dem Outfit setzt man dann noch mit einem schwarzen Glitzer-Diadem die Krone auf ;) Wie man sich so ein edles Teil aus einer Kinder-Prinzessinenkrone, schwarzem Lack und Schmucksteinen selber bastelt, seht ihr in Savannahs Blog.

Jetzt müsst ihr nur noch lernen, den sterbenden Schwan zu tanzen und ein bisschen psychisch instabil zu wirken und das Kostüm ist perfekt!



Quelle Fotos: Twentieth Century Fox 2010

Happy New Year!

Sarah • am 14.01.2013 • keine KommentareShare

Das neue Jahr ist ja nun schon gar nicht mehr so neu. Dennoch fallen mir ständig Sachen ein, die man machen könnte, sobald ein neues Jahr angebrochen ist. Zum Beispiel Kalender besorgen. Ich weiß, Kalender sind oldschool, analog und stauben nur ein. Vor zwei Jahren besaß ich meinen letzten Terminplaner – nach Januar blieben die Seiten weiß. Letztes Jahr hatte ich dann nur noch einen kleinen Lesezeichenkalender mit Snoopy-Bildchen. Ich war froh, wenn ich Mitte März merkte, dass noch der Januar aufgeschlagen war. Jetzt tut mir mein iPhone gute Dienste :)

Trotzdem. Kalender faszinieren mich immer noch. Ich stöbere gern in Buchläden nach ihnen und überlege krampfhaft, wem ich sie schenken könnte. Ich selbst hänge schon lange keine mehr an meine Wände. Nach Weihnachten ist man zwar irgendwie des Schenkens überdrüssig, aber trotzdem kribbelt es mir schon wieder in den Fingern, wenn ich zum Beispiel persönliche Fotokalender sehe. Da muss man ja heutzutage gar nicht mehr mit Papierfotos und Klebestift ran, sondern kann die sich bequem online zusammenklicken. Definitiv ein nettes Post-Weihnachtsgeschenk für Omi, Freundin oder fürs Büro :)

Das Bild oben zeigt übrigens einen Familienplaner anno 1981 – very DIY!

Wartest du noch oder fährst du schon? Die Initiative “Apps and the City” mobilisiert Berlin

Sarah • am 18.12.2012 • keine KommentareShare

Schnee und Eis sind der größte Feind der öffentlichen Verkehrsbetriebe. Wenn die Naturgewalten Busse und Bahnen lahmlegen, können auch die Betriebe meist nicht viel ausrichten. Wenigstens zu wissen, ob und wann die nächste Bahn kommt, wäre schon ein Fortschritt. Entwickler der Initiative “Apps and the City” könnten dank offen gelegter Daten der Berliner Verkehrsbetriebe künftig Fahrgästen den Weg weisen. Mir käme das gerade recht. Hier meinen Artikel auf berlinergazette.de weiterlesen...

Männer = unbeschenkbare Wesen?

Sarah • am 07.12.2012 • keine KommentareShare
Männer sind eine schwierige Spezies, vor allem was Geschenke angeht. Meist sind sie nicht so kreativ beim Schenken und für DAS Geschenk für den Herren muss man schon lange in sich gehen oder das Verhalten des homo erectus masculinus eingehend studieren. Hobbys? Haben viele nicht – außer essen, schlafen, trinken. Dann ein Kochbuch? Keine gute Idee, dann müsste er ja selber ran an den Herd. Bettwäsche? Zu feminin. Wodka/Whisky/Gin? Nett, aber das schenken ja alle anderen schon.

Beim Suchen nach Inspirationen in diversen Online-Shops bin ich auf einen alten Bekannten gestoßen, der eigentlich sonst nur uns Mädels glücklich macht, wenn mal wieder der Postbote klingelt: Asos. Der englische Shop ist bekannt für seine günstige Eigenmarke und hochwertige Produkte anderer Labels. Ich klickte mich also mal in die "Männerabteilung" – und siehe da, hier könnte man fündig werden, um den Mann von Welt von oben bis unten ausgehfein zu machen. Solche Geschenke für Männer würden also nicht nur ihm eine Freude machen ;)

Zugegeben, hier besteht das Sortiment auch aus eher verpönten Weihnachtsklassikern, wie Socken, Unterhosen und Krawatten. Doch wer sagt, dass die immer nach Opa aussehen sein müssen? Wer also noch auf der Suche ist, hier ein paar ausgewählte Vorschläge:






PS. Momentan gibt's sogar 20% auf Bestellungen ab 120 Euro. Da beschenkt man sich doch selbst auch gleich mit :)

Weihnachts-DIY für Ungeduldige

Sarah • am 07.12.2012 • keine KommentareShare
Nur noch 17 Tage bis Heiligabend und noch keinen Bock auf all das glitterige, süße, bunte, romantische Weihnachtsgedöns? Beim Selbermachen kommt die Lust! Ich bin ja ein Weihnachtsfan und habe schon Anfang November angefangen, auf Pinterest DIY-Deko-Inspirationen und Geschenkideen zu sammeln. Wer nicht so die Geduld hat und möglichst schnell ein vorzeigbares Ergebnis sehen möchte, dem seien diese simplen aber schönen Anleitungen toller SelbermacherInnen ans Herz gelegt.

Ein schlichter Tischläufer aus Papier macht jeden schnöden Weihnachtstisch zum Hingucker. Das Beste: Kleckern ist erlaubt und das Design passt nicht nur zu Weihnachten. via Oh Happy Day

Süßigkeiten an den Baum zu hängen ist ein echter Klassiker und feiert dieses Jahr sein Comeback. Mit lecker Zuckerguss (einfach aus Wasser und Puderzucker zu mischen) verziert, macht Spekulatius echt was her. via Living at Home

An Weihnachten darf es auch mal kitschig sein. Hierfür braucht ihr nur Wäscheklammern, etwas Glitter und eine kleine Figur/Anhänger – fertig ist die Baum- oder Geschenkdeko. via Creature Comforts

Zugegeben, hierfür braucht es etwas mehr Geduld und Spucke. Doch die neidischen Blicke sind euch sicher! via NoZi auf Handmadekultur

Noch mehr Inspirationen findet ihr auf meinen Pinterest-Boards DIY und Christmas can't start early enough.

Die Engländer kommen – und Weihnachten ist gerettet!

Sarah • am 14.11.2012 • keine KommentareShare
Beim vorweihnachtlichen Stöbern nach Geschenken – es kann nicht früh genug losgehen – bin ich auf Debenhams gestoßen, der neue deutsche Online-Shop des englischen Kaufhauses. Ich glaube, Weihnachten ist gerettet! Diese süßen Dinger landen bestimmt bei irgendjemandem unterm Tannenbaum:

Das gibt's hier

Das gibt's hier

Das gibt's hier

Das gibt's hier

Nachdem dieses Jahr die Primark-Manie in Berlin und Deutschland ausbrach, war es nur eine Frage der Zeit, wann weitere englische Shopping-Urgesteine auf den deutschen Markt strömen. Das 1778 (!) gegründete Unternehmen Debenhams wagte sich jedoch nicht gleich in die Einkaufspassagen, sondern geht erstmal nur online auf Tuchfühlung (haha;) – pünktlich zu Weihnachten.

Der Shop wirkt auf jedenfall gesetzter und erwachsener als Primarks Wühltische. Außerdem ist Debenhams very British! Unter Kategorien wie "Hüte und Haarschmuck" oder "Brautjungfernkleider" findet man alles, um wie Pippa & Co. auszusehen. Für das bevorstehende Weihnachtsfest kann in Schmuck, Spielwaren, Deko, Kochutensilien, Porzellan und Wohnaccessoires stöbern – die ganze Palette an schönen, englischen Dingen. Vor allem Porzellan und Kissen haben es mir angetan!

Und weil Debenhams nett ist, ersparen sie uns die lästigen Versandkosten und man darf 28 Tage lang überlegen, was man behalten und was kostenlos zurückschicken will. Mit 5-6 Tagen Lieferzeit liegt der Shop im guten Mittelfeld – immernoch besser als 3 Wochen bei H&M.

In diesem Sinne – Ho ho ho!

Das gibt's hier

Neu in Berlin: Onigiri To Go

Sarah • am 17.06.2012 • 1 KommentarShare

Nach Bubble Tea und Vietnamesischen Banh Mi Sandwiches kommt jetzt ein neuer Imbiss-Trend in die Stadt geflattert: Japanische Onigiri To Go. Die kleinen dreieckigen Dinger sind ganz unscheinbar, da mit Algenpapier verpackt. Darin versteckt sich aber eine leckere Reisfüllung, in deren Kern sich verschiedenste Leckereien verbergen: Hühnchen+Süßkartoffel, Lachs+scharfe Pflaume, Räucherforelle in Dill-Senf uvm. Die kleinen japanischen Pausenbrote gibt's in Berlin mittlerweile schon an zwei Orten: Direkt an der U8 Schönleinstraße und an der U6 Oranienburger Straße werden die "RiCE UP" aus kleinen Mini-Fenster-Lädchen heraus verkauft.

Der erste Test sagt: Die Dinger sind lecker und haben Suchtfaktor! Leider kosten sie 2,80 bis 3 Euro pro Stück, was schon recht teuer ist für so einen schnell verputzten Snack. Aber ja, es ist ja eigentlich Sushi und das ist meist teurer. Die Verpackung ist auch eine Kunst für sich und für Anfänger nicht so leicht zu enträtseln. Der Grund: Das Nori-Algenblatt soll nicht am Reis kleben, deshalb ist Plastik dazwischen, das erst verschwindet, wenn man (nach etwas Übung) das Onigiri kunstvoll von seiner Plastik-Umhüllung befreit. Lecker und dazu noch bio!

RiCE UP – Organic onigiri
U8 Schönleinstraße Mo-Fr 7:00-19:00 / Sa 10:00-19:00
U2 Oranienburger Straße (Friedrichstraße 114/Ecke Oranienburger) Mo-Do 8:00-23:00, Fr 8:00-23:00, Sa 12-23:00, So 12-20:00

Erika Mayrs Stadtbienen: Summende Wirtschaftsexperten streifen durch Berlin

Sarah • am 25.05.2012 • keine KommentareShare

Vor kurzem erschien Erika Mayrs Erstlingswerk Die Stadtbienen: Eine Großstadt-Imkerin erzählt. Darin berichtet sie von ihren Erfahrungen als junge Stadtimkerin in Berlin, die seit ein paar Jahren über den Dächern Kreuzbergs Bienen hält. Sie bringt den hippen Trend des "Urban Beekeeping" auf den Boden der Tatsachen und macht Lust darauf, selbst Bienen zu halten, Honig aus der eigenen Umgebung zu essen und sich überhaupt Gedanken darüber zu machen, wer unsere Nahrung und Kleidung produziert und woher sie kommt. Durch das Imkern begann die gebürtige Bayerin, bewusster und effizienter zu leben – dem Beispiel ihrer Bienen folgend.

Spannend finde ich das vor allem im Rahmen des Trends Selbermachen und DIY. Ein verstaubt geglaubtes Handwerk wird wieder zum Leben erweckt. Dabei ist der Imkerin vor allem der Austausch zwischen den Generationen sehr wichtig. Als sie anfing zu imkern, war die Bienenhaltung eine von Herren über 70 beherrschte Domäne.

All das erzählt Erika Mayr nicht belehrend, sondern erzählerisch – so, dass man zwischendurch vergisst, dass es sich um ein Sachbuch handelt. Nebenbei erfährt man viel über das Leben der Bienen im Einklang mit der Natur bzw. der Stadt (in der sich Bienen sogar wohler fühlen, da hier deutlich mehr Nektar zu finden ist, als auf dem von Monokulturen geprägten Land).

Für berlinergazette.de interviewte ich Erika Mayr und besuchte eine ihrer Lesungen, bei der ich mir zwei Gläser ihres kostlichen Honigs ergatterte. Das Interview in Protokollform erschien kürzlich unter dem Titel "Bienen in Berlin: Was haben uns die summenden Wirtschaftsexperten zu erzählen?" Ich finde, es ist ein ganz toller Text daraus entstanden :) Darin erklärt sie unter anderem, warum sie ihren Honig nicht online verkauft und was ihr die Bienen neben Unabhängigkeit und lokaler Verbundenheit noch gelernt haben.

Für alle Honignasen: Ihren Stadtbienenhonig gibt es u.a. in den Berliner Prinzessinengärten am Moritzplatz.



Erika Mayr – Die Stadtbienen: Eine Großstadt-Imkerin erzählt

Die Fotos stammen von Urban Zintel.

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