Kennt ihr das auch? Nach einem intensiven, heißen Sommer, der eigentlich noch gar nicht vorbei ist, beschlich mich in den letzten Tagen eine unheimliche Lust auf Herbst, auf Dunkelheit, künstliches Licht in dunklen Räumen, auf geschlossene Schuhe, mit denen man durch Pfützen patschen kann, auf Blazer und Jackets, auf Regenschirm aufspannen, auf Duftkerzen anzünden, auf in Decken einkuscheln, Strumpfhosen anziehen, Gänsehaut spüren. Und dabei steht mein Sommerurlaub noch bevor!
Dazu ist heute noch ein Text von mir erschienen: In "Im Wasserfall aus Worten" geht es um das Potenzial von Twitter, Poesie in 140 Zeichen herauszufordern und die Textproduktion anzuregen, wie zum Beispiel durch eine Twitterwall.
>Streber, Tussis, Rowdies – auf der Fashionweek Berlin kommt zusammen, was sich sonst nur auf Schulhöfen trifft. In vier Tagen führten Designer ihre Leistungen vor und Modejournalisten erstellten Zeugnisse. Jetzt sind alle in den Sommerferien und es wird Zeit für einen abschließenden Bericht für’s Klassenbuch.<
>>> Hier weiterlesen
Warum eigentlich "Bread & Butter"? Nach kurzem Googeln kam heraus: Der Chef der Berliner Modemesse Karl-Heinz Müller ist eigentlich Feinkost-Einzelhandelskaufmann – daran wurde der Name angelehnt. Das 1. Mal fand sie 2001 in Berlin statt – mit 50 Ausstellern und 5000 Besuchern fing alles an. 2005 dann die Abwanderung nach Barcelona, aus Platzgründen. Doch nach einem heimlichen Deal mit Bürgermeister Wowereit kehrte die BBB 2009 zurück in die Hauptstadt. Der Flughafen Tempelhof ist ihr neues Zuhause geworden, der Vertrag besteht für 10 Jahre. Im Januar diesen Jahres präsentierten sich auf der Bread & Butter 600 Aussteller.
Für mich war es die erste Bread & Butter. Ich war überwältigt von der Größe, von den vielen Ständen (manche Brands hatten nicht mal mehr nur Stände, sondern vielmehr Plattformen, begehbare Häuser, Ausstellungen, usw...). Nächstes Jahr will ich mir aber zur Abwechslung die Premium ansehen.
Die Show von Rena Lange war ganz nett. Sehr chanelig und etwas zu zugeknöpft für meinen Geschmack. Dementsprechend war das Publikum auch älter und vom Typus Münchner Society-Lady. Die Musik jedoch ging von The Cure über The Smiths zu The Police - also schon eher mein Ding. Wie das zusammenpasst, frag ich mich allerdings auch.
Zur Fashionweek dürfen natürlich die High Heels/Wedges/Peeptoes nicht fehlen. Aber nach der Show ist vor der Show und deshalb heißt die Devise: Füße schonen für das nächste Event und die nächsten paar Schuhe. Die H&M Ballerinas waren immer in der Tasche mit dabei und taten ihren guten Dienst!
Trotz allem sind die Füße nach 3 Tagen ziemlich lädiert und müssen sich am Wochenende in Sandalen und am Meer (ja, am Meer! Morgen geht's an die Ostsee.) vom Stress erholen.
Die Show des noch recht jungen Labels aus Deutschland begeisterte mich sehr. Tragbare Mode liebe ich ja sowieso! Zum zweiten Mal zeigte die (auch noch recht junge) Designerin Christina Arend ihre Mode auf der Berliner Fashionweek. Viele Nudetöne, leichte Stoffe. Besonders gefielen mir die Rückenausschnitte der engen Tops.
Was den Style der Models angeht: Ich glaube zu ahnen, dass das seitliche Tragen der Haare zum Trend wird. Die lustigen Hörnchen auf den Köpfen gab's übrigens auch nochmal als Goodie zum Mitnehmen - zwar nur für die ersten beiden Reihen, aber wer schlau war, hat sich zum Schluss 'nen Beutel von einem unbesetzten Platz gemopst.
Hier auch noch das offizielle Video zur Show, für alle Daheimgebliebenen.
Einen sehr guten Fashionweek-Bericht, der über Promi-Sichtungen hinaus geht, lieferte gestern die Abendschau im rbb. Mit Bildern und Interviews von der Premium, der dienstältesten Fach- und Modemesse in Berlin. Leider war ich nicht da, weil doch die Bread&Butter zu sehr frohlockte.
Nächste Saison muss es aber definitiv auch die Premium sein, denn, so sagt es jedenfalls eine Dame im Beitrag, Bread&Butter ist schön und gut, aber auf der Premium werden die Geschäfte gemacht! Und irgendwie habe ich das Gefühl, das schon allein im Video die Premium viel gemütlicher, stylisher, irgendwie entspannter wirkt als die BBB.
Patrick Mohr ist mal einer, der experimentiert. Die meisten Shows im Zelt der MBFW sind schon sehr brav. Ein, zwei Nippelblitzer und Quetschbusen. Das wars auch schon. Im Gegensatz zur letzten Show sind Teile der diesjährigen Patrick Mohr Kollektion allerdings tragbar. Aufsehen erregen wollte er dennoch: Mit Glatze, Bart und Magermodel. Schade, dass ich nicht dabei war.