...In einem Land vor unserer Zeit. Da stand ein Haus. Es diente zur Repräsentation der Kultur eines Staates, der wahre Kultur zerstörte. Schön, dass wieder Grünes wachsen darf, wo einst ein hässlicher Palast mit Beton drumrum regierte.
Laura Mitchell aus Brisbane, Australien, kann backen. Und dass sie nicht irgendetwas bäckt sondern feinste Cupcakes, Sahnetorten und andere Süßereien beweist der Blog der Retro-Bäckerin (Ihr Credo lautet: "Using old fashioned recipes with every cake baked from scratch and hand decorated, you are guaranteed something one of a kind."). Sie bäckt für jeden Anlass, insbesondere für Tea Partys, zu denen sie dann auch gleich noch ihr edles Porzellan mitbringt. Schade nur, dass Laura so weit weg wohnt...
becomepostal: „Moi ce qui me choque c'est les armes et les milliers de meurtres que les enfants voient à la télévision dans des films de fiction, ainsi que les cadavres réels aux journaux télévisés, mais pas les personnes nues.“
Rico: „Holy crap! …. wie geil ist das denn bitte? da passt wirklich alles! Yeahhh das rockt! Love it!!”
AlexInToyland: “I love this song. But I think I just love it cause it's french. Vive la France! :D
Für den einen ist es moralisch nicht vertretbar, für andere hat es keine besondere oder innovative Message. Und die Mädchen sind sowieso viel zu dünn. Die Kommentare im Internet zum Musikvideo des Songs „Baby Baby Baby“ des französischen Elektro-Duos „Make the Girl Dance“ bezeugen das. Dass es provozieren soll ist offensichtlich.
Für den Videodreh in der Pariser Fußgängerzone Montorgueil hatten Pierre Mathieu und DJ Greg Kozo nur eine Chance. Die Mädchen, die einem Aufruf der Band auf Facebook folgten, durften sich keine Fehler erlauben: keine Schnitte, kein zweiter Versuch. Die Blicke der Passanten sprechen Bände.
Doch „Make the Girl Dance“ sind weder die ersten noch die einzigen, die mit nackter Haut in ihren Videos für Aufmerksamkeit sorgen wollten. Wir erinnern uns wahrscheinlich alle an die US-Pop-Punker Blink 182, die 1999 im Video zu „What’s my Age again“ in einer amerikanischen Kleinstadt Aufsehen erregten. Und das nicht mit den Körpern anderer, sondern mit ihren eigenen. Man sah zwar sowieso nicht viel, dank verpixelter Körpermitte, aber allein die Vorstellung, was sich dahinter verberge, erhitzte die Gemüter.
Ein anderes, nicht ganz so bekanntes Video aus der Kategorie „Nackt sein ist lustig und provoziert“ stammt von The Brighton Port Authority (kurz: BPA) aus Großbritannien. In „Jam Toe“ veranstalten Jungen und Mädchen mit 70er-Jahre-Frisuren eine Nudisten-Party, die hinterher von ein paar findigen Effekt-Tricksern zu einer Parodie auf die Zensur verarbeitet wurde.
Zu guter Letzt bin ich noch auf ein naturistisches Kunstwerk der Isländer Sigur Rós gestoßen. Für „Gobbledigook“ vergnügt sich eine Horde Jugendlicher im Wald. Sie scheinen Eins zu sein mit der Natur, mit Wasser und Sand. Das Video lässt sich daher gar nicht mit den vorher genannten vergleichen. Provokation ist hier fehl am Platz. Hatte man bei „Baby Baby Baby“ oder „What’s my Name again“ eher das Gefühl, dass Nacktheit und Sexualität immernoch ein Tabu darstellen, welches sich geradezu anbiedert, durchbrochen zu werden, ist „Gobbledigook“ vielmehr eine Hommage an den Körper, dessen Nacktheit kein Politikum sondern Natur ist. Ein Video, das zeigt, wie schön es sein kann, nackt zu sein – ohne von peinlich berührten oder voyeuristischen Blicken behelligt zu werden.
Heute gibts wieder einen gemütlichen Poesie Knall (auch bekannt als Poetry Slam) im Mano Café in Kreuzberg (Skalitzerstr. 46a,Ecke Lausitzerstr., 10997 Berlin, Ubahn: Görlitzer Park). Los gehts um 20.30. Dieses Mal werde ich mich zum 2. Mal auch auf die Bühne trauen. Peng!
Wir (Lisa, meine Francophonic-Blogpartnerin und ich) haben nachgefragt: Was halten Franzosen und Deutsche von "Make the Girl Dance"? Würden sie sich für "Baby Baby Baby" ausziehen? Wäre das Video auch in Berlin denkbar? Einfach auf den Link unter dem Bild klicken und ihr kommt zum Video...